Zu Besuch bei Freunden - Eindrücke einer Polenreise

Zu Besuch bei Freunden - Eindrücke einer Polenreise

Als wir uns vor 19 Jahren zum ersten Mal auf den Weg nach Zdunska Wola machten, war es noch eine Art Pionierfahrt mit vielen Transit- und Einreiseformalitäten, langen Wartezeiten an den Grenzen und großer Befangenheit, ob und wie wir uns wohl gegenseitig annehmen würden. Inzwischen hat es viele Kontakte hin und her gegeben.

Diesmal waren wir nur eine kleine Abordnung aus unserer Gemeinde von vier Personen und dazu noch durch Grippe geschädigt, die sich auf den Weg gemacht hatte. Offen haben wir miteinander erörtert, wie es weitergehen soll. Besteht überhaupt noch ein gegenseitiges Bedürfnis, an der Partnerschaft festzuhalten? So unterschiedlich auch die beiden Gemeinden sind, wir haben festgestellt, dass es gut tut, einander nicht aufgegeben zu haben. So war auch die Herzlichkeit bei unserer Ankunft wieder unfassbar groß.

Gemeinsam haben wir auch miteinander wieder Fahrten durch Polen gemacht, haben uns Kirchen in Ozorkow, Zgierz, Lodz und Tomaszow angesehen, das archäologische Reservat Biskupin und den Kurort Ciechocinek. In Tomaszow hat uns beeindruckt, wie jüdische Elemente künstlerisch in den Altarraum der Winterkirche integriert worden sind. Da ja die großen Krichen fast alle ohne Heizung sind, hat man diese kleineren Räume zu Winterkirchen hergerichtet. Natürlich dürfen wir auch die liebevoll bereiteten Mahlzeiten nicht vergessen, sowie die Goldene Hochzeit von Ehepaar Swiderski.

Gemeinsam feierten wir am Sonntag den Gottesdienst. der Text der Predigt war die Geschichte am Teich Bethesda, Joh. 55, 1-9, die Herr Wagner auslegte. Danach gab es ein gemeinsames Essen in der Gemeinde und abends angeregte Gespräche in kleiner Runde.

Das Abschiednehmen fiel schwer. Pastor Jordan geleitete uns noch bis Poznan, wo wir uns noch die wunderschöne Altstadt ansahen, dann ging es wieder heimwärts.


Ingrid Adloff

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